Programm 2025
Zwei Tage voller Vorträge, Panels, Workshops und besonderer Momente – das Programm der ersten URBAN UTOPIA Conference am Holzmarkt 25 in Berlin.
Donnerstag, 10. Juli 2025
Am Donnerstag ab 16:30 Uhr eröffnete der legendäre Holzmarkt 25 in Berlin seine Pforten für die erste Ausgabe der URBAN UTOPIA Conference – mit einem Abendprogramm, das so abwechslungsreich und spannend war wie die Menschen, die hier aus so unterschiedlichen Disziplinen und Lebensabschnitten zusammenkamen.
Auf der Dachterasse des Holzmarkts luden wir euch auf kühle und leckere Drinks ein zum Ankommen und Verweilen!
Auf der Dachterasse des Holzmarkts luden wir euch auf kühle und leckere Drinks ein zum Ankommen und Verweilen!
Eröffnende Worte
Wo die Stadt atmet – die stille Kraft der Parks
Mit Pflanzen die Welt retten?
In seiner Arbeit als elektronischer Musiker beschäftigte sich Paul Krüger thematisch schon länger mit der Verbindung von Natur, Mensch und Technologie. Mit Tools der digitalen Musikpraxis versuchte er, für das bloße Auge unsichtbare Phänomene hörbar zu machen und diese künstlerisch zu erforschen. Im Fokus seiner Arbeit stand die Sonification von biologischen Prozessen der Pflanzenwelt. In einem elektronischen Live Setup brachte die Pflanze verschiedene Instrumente zum Klingen, während er damit interagierte und so in einen Dialog mit ihr trat. Dies schuf ein neues und spannendes Bewusstsein für die Pflanze als Lebewesen.
Die wohl tollste Pflanzendokumentation mit Bezug auf Berliner Brachen in ihrer botanischen und kulturellen Gesamtheit
Freitag, 11. Juli 2025
Am Freitag startete die URBAN UTOPIA Conference ab pünktlich 9 Uhr mit tollen partizipativen Formaten zum Kennenlernen und Austauschen, bevor es auf drei parallelen Bühnen losging mit einem Feuerwerk aus Vorträgen, Panels und Workshops.
Unsere Co-Creators leiteten ein tolles partizipatives Format zum Kennenlernen und Aufwachen. Es gab spannende Meetups zum sanften morgendlichen Networking!
Offizielle Eröffnung
Die Welt der Pflanzen ist in all ihren Aspekten Ausdruck von Bedeutung, ist Sprache, Kommunikation. Wie konnten wir neu lernen, diese nonverbale Sprache zu verstehen und so angemessen mit nicht-menschlich Lebendigem zu kommunizieren? Inwiefern hatte das auch eine politische Dimension? Zum Manuskript
Während der Frühstückspause waren alle eingeladen, bei gutem Café und leckeren Snacks die spannenden Stände zwischen den beiden Konferenzräumlichkeiten im Außenbereich anzuschauen sowie sich von den Kunstwerken auf der Empore inspirieren zu lassen. Aus Amsterdam bereicherte der Künstler Rombout Oomen die Konferenz mit einer Reihe gemalter Blumenstudien. Diese Serie kleiner Ölgemälde war Teil seines großen zeitgenössischen Werkzyklus „His Paradise Garden”, einer außergewöhnlichen Sammlung von Gemälden, die im Panorama „The Rule of Law” gipfelte. Dieses Panorama war im Museum MORE zu sehen und wurde während der Artist Meeting Artfair in Knokke, Belgien, vom 22. bis 24. August ausgestellt.
Wie kann die Zukunft der Ernährung in der Stadt aussehen? Dieses Panel brachte Berlins Vordenker:innen regenerativer Landwirtschaft – von Permakultur bis syntropischen Agroforst – mit Akteur:innen aus der urbanen Lebensmittelproduktion zusammen. Im Fokus stand die Frage, wie nachhaltige Anbaumethoden, gastronomische Wertschöpfung und städtische Räume sinnvoll verknüpft werden können. Welche Geschäftsmodelle sind zukunftsfähig? Welche Rolle spielen regenerative Prozesse, und wie könnte sich technologische Innovation ergänzend einfügen? Ein offener Diskurs über nachhaltige Ernährungssysteme für eine widerstandsfähige urbane Zukunft.
Wie viel Symbolik braucht Architektur, um echte Nachhaltigkeit zu vermitteln – und wann wird sie ökologisch sinnvoll? Anhand internationaler Leuchtturmprojekte wurde gezeigt, wie Begrünungskonzepte nicht nur urbane Räume transformieren, sondern auch weitreichende Ripple-Effekte auslösen können. Durch eine eindrückliche, visuell starke Darstellung wurde das Spannungsfeld zwischen Symbolik und echter Nachhaltigkeit greifbar gemacht.
Wie kann ein Gebäude die verbrauchte Fläche zurückgeben, die es ursprünglich versiegelt hat? Dieser Vortrag zeigte anhand eines Best Cases exemplarisch, wie 32 essbare Balkonbegrünungen nicht nur zur Flächenversiegelungsumkehr beitragen, sondern auch innovative Lösungen für Regenwasserversorgung, Bewässerung und Starkregenmanagement bieten – ein echtes Sponge-House-Konzept. Diese Art der Begrünung verbindet B2B-Strategien mit B2C-Anwendungen und demonstrierte, wie nachhaltige Architektur sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Mehrwerte schafft.
Welche Pflanzen und Strukturen machen Grünflächen zukunftsfähig? In diesem Workshop wurden wissenschaftlich fundierte und praxisnahe Konzepte für nachhaltige und biodiversitätsfördernde Begrünung diskutiert. Dabei wurden zentrale Fragen beantwortet: Welche Saatgutmischungen funktionieren langfristig? Welche Pflanzen passen zu welchen Standorten? Wie fördert Strukturvielfalt – zum Beispiel durch Totholz und Steinansammlungen – die Biodiversität und ökologische Resilienz? Zudem wurde die Debatte um einheimische vs. tropische Pflanzen beleuchtet: Geht es um Ästhetik oder um Naturschutz? Dieser Workshop bot fundierte Einblicke und Impulse für zukunftsfähige Park- und Grünflächen.
Berlin hat im Laufe der Jahrzehnte eine viel beachtete, eigene Idee von Stadtnatur entwickelt. Ihre Besonderheit war es wert, untersucht und beleuchtet zu werden – auch als Bestandsaufnahme angesichts der drängenden Stadtentwicklung. Das Interesse an der Stadtstruktur Berlins ist nicht neu, einzelne Freiräume und vielfältige Landschaftsarchitekturen sind viel publiziert und diskutiert worden. Die Besonderheit der Berliner Landschaftskultur geht jedoch über herausragende Projekte hinaus; es gibt weitreichende kulturelle und disziplinäre Verknüpfungen. Die Präsentation führte in eine kontextuelle Lesart verschiedener Projekte ein und beleuchtete die Entwicklung einer transdisziplinären Stadtpraxis, die heute als unverzichtbar gilt, um das Leben in der Stadt auch angesichts der aktuellen Herausforderungen neu in Wert zu setzen.
Balkone bzw. Kübel als Wohlfühlorte für Mensch und Tier. Es wurden erstaunliche Beispiele für Trittsteinbiotope aus der Bio-Balkon-Bewegung gezeigt – für Hortus-Balkon, Naturbalkon, „ordentlicher” Balkon. Thema war auch Selbstversorgung im Vierjahreszeiten-Vertikalanbau mit Wintergemüse und essbaren Wildpflanzen.
Selbstbestimmtes Spielen in der Natur ist elementar für eine gesunde Entwicklung von Kindern. Darum ist der Erhalt und die Schaffung von naturnahen Spielorten so wichtig. In diesem Vortrag ging es darum, wie solche Freiräume im Rahmen der Stadtentwicklung geschaffen werden können, ein Hauptaugenmerk lag auf den Naturerfahrungsräumen (NER). Es wurden verschiedene Aspekte der Planung, Einrichtung und des Betriebes kurz beleuchtet.
Caspar Möller Die Miyawaki-Methode zur naturnahen Grünflächengestaltung in Städten. Mit zunehmender Urbanisierung breiten sich Städte immer weiter in Naturräume aus und verdrängen diese. Gleichzeitig bietet graue Infrastruktur keine Antworten auf die Herausforderungen des Klimawandels und auch bisherige Grünflächengestaltung wie Einzelbäume und Rasenflächen können nicht mehr allen Ansprüchen gerecht werden. Tiny Forests nach der Miyawaki-Methode sind ein Werkzeug, um natürlichere Räume in Städten zu schaffen und biologischen, ökologischen und klimatischen Problemstellungen des 21. Jahrhunderts zu begegnen. Durch partizipative Pflanzungaktionen, Bildungsangebote und Citizen Science integriert die Miyawaki-Methode auch soziale Aspekte. Als Ganzes betrachtet stellt die Miyawaki-Methode ein wertvolles Werkzeug zur sozial-ökologischen Transformation dar. Jacob Fels Der Wert von Regionalität am Beispiel von Tiny Farms und All the Flowers Regionalität ist mehr als nur eine Frage der Herkunft – sie steht für wertvolle Beziehungen, nachhaltige Strukturen und eine tiefere Wertschätzung entlang der gesamten Lieferkette. Anhand der Beispiele Tiny Farms und All the Flowers zeigte dieser Pitch, warum regionale Produkte oft teurer sind und welchen gesellschaftlichen Mehrwert sie bieten. Im Mittelpunkt standen das Potenzial von Veränderung und Transformation, die Bedeutung von Beziehungen und die ökonomische Relevanz echter Wertschätzung. Jakob Kukula (Symbiotic Lab, Pitch) Uferbegrünung 2.0 – Wie Städte und Unternehmen vom grünen Flussufer profitieren Wie kann der Fluss zur Regeneration der Stadt beitragen? Dieser Pitch zeigte, wie eine gezielte Begrünung von Flussufern eine Win-Win-Situation für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt schafft. Durch eine nachhaltige und ästhetische Gestaltung entstehen nicht nur lebenswertere urbane Räume, sondern auch neue sozioökonomische Chancen. Spreevision lieferte eine visionäre Perspektive darauf, wie Spreeufer und Städte der Zukunft aussehen können. Ayumi Matsuzaka The Diaper Cycle: Dycle (ENG) DYCLE fundamentally changed how baby diapers are produced, used and recycled. They pioneered a new upcycling system that transforms old waste (diapers) into new growth (trees) through the creation of fertile soil. In doing this, they took care of the basic needs of both people and planet and pioneered a new experience for children and parents. Daniel-Jan Girl Von Vision zur Umsetzung: Expo 35 als Roadmap für Berlins nachhaltige Transformation Berlin als Leuchtturm nachhaltiger Stadtentwicklung – die Initiative Global Goals für Berlin e.V. brachte Akteur:innen aus Kunst, Wissenschaft, Politik und Innovation zusammen, um die notwendigen Veränderungen für eine grüne, zukunftsfähige Metropole zu gestalten. Die Expo 35 sollte als Weltausstellung Berlins Potenzial sichtbar machen und die Stadt als internationales Vorbild positionieren. In diesem Pitch zeigte der Vorstand, wie dieser Transformationsprozess partizipativ gestaltet wurde und die gesamte Berliner Bevölkerung aktiv eingebunden werden konnte. Gwendolyn Moiles & Simon Schulz Das Projekt CUBES Circle verfolgte die Vision einer zukunftsfähigen Nahrungsmittelproduktion in modularen, vernetzten und standardisierten Einheiten, den sogenannten CUBES. Diese CUBES bildeten ein geschlossenes System, das sich nahtlos in urbane Räume integriert und auf verschiedene Standorte anpassbar ist. Durch intelligente Vernetzung und Steuerung wurde eine ressourcenschonende Produktion ohne Zusatzstoffe, Emissionen oder Abfälle ermöglicht. Ziel war es, eine nachhaltige Lösung für die Herausforderungen der urbanen Verdichtung, des Bevölkerungswachstums und der knappen Anbauflächen zu bieten. Claudia Nassif Scaling Plant and Soil Intelligence for a Greener Future Ludivine Gragy PIONEER UNITS: Autonomes Pflanzsystem PIONEER UNITS ist ein modulares Pflanzsystem, das seinen Ursprung in Japan hat und für Großstädte mit begrenztem Zugang zum Boden entwickelt wurde. Dieses lebendige System wirkte nicht nur als grüne Struktur, die vor Sonne und Wind schützte, sondern trug durch die Evapotranspiration seiner fünf bepflanzten Seiten auch zur Regulierung der Umgebungstemperatur bei. Autonom und pflegeleicht passte sich dieses innovative System an vielfältige Kontexte an: Fassaden, Platzflächen auf Dachterrassen, Innenhöfe usw.. So ermöglichte es die sofortige Schaffung von Biodiversitätsinseln in der Stadt. Julia Pohl und Heinrich Strößenreuther Per BäumePlus-Gesetz für Klimaanpassung, Stadtgrün und Bäume sorgen und Milliarden-Investitionen in blau-grüne Infrastruktur triggern Bis 2040 fällt Berlin rund 100.000 Straßenbäume – die grüne Stadt wird verschwinden. Um Berlin auf Hitze, Dürre und Klimawandel vorzubereiten, hatten sie deshalb den Volksentscheid Baum gestartet und dafür Deutschlands erstes konkretes Klimaanpassungsgesetz für die kommunale Umsetzung entwickelt – gemeinsam mit Ehrenamtlichen. Ziele: 1 Million gesunde Straßenbäume, Hitzehotspots um 2 °C kühlen, 1.000 Miniparks, 100 Grünflächen, 50 % Regenwassernutzung. Über 7 Milliarden Euro sollte der Senat bis 2040 investieren, um Berlin wetterfest zu machen. In diesem Pitch zeigten der Co-Initiator und die Geschäftsführerin, wie sie bereits zahlreiche Parteien und NGOs als Unterstützer gewinnen konnten. Mehr Infos unter www.baumentscheid.de. Nicole Klattenhoff Grün bewegt. Und sie wollte bewegen. Ihr Herz schlug für Pflanzen – für ihre Schönheit, ihre Kraft, ihre leise Veränderung. Sie wollte begeistern. Und anstecken. Für mehr Mut zu Grün. Denn Pflanzen sind nicht nur Dekoration – sie sind Kühlung, Lebensraum, Verbindung. Sie schenken unseren Städten Atem und Seele. Sie machen Menschen glücklich. Damit Pflanzungen nachhaltig funktionieren, braucht es Wissen und Erfahrung zur richtigen Auswahl, Pflege und Pflanzung. Und ein Netzwerk, das teilt, was wächst – an Ideen, Erkenntnissen, Lösungen. Je mehr wir voneinander lernen, desto mutiger dürfen unsere Pflanzungen sein. Und desto grüner wird unsere gemeinsame Zukunft.
Der Prinzessinnengarten in Neukölln und Hellersdorf ist mehr als ein Gemeinschaftsgarten – er ist ein Ort, an dem neue Formen des städtischen Zusammenlebens und ökologischer Gestaltung erprobt und erlernt werden. Im Workshop wurde gezeigt, wie durch gemeinschaftliche Gartenarbeit, Umweltbildung und kreative Nutzung öffentlicher Räume das städtische Miteinander aktiv, nachhaltig und vermittelnd gestaltet wird. Im zweiten Teil dieser Session wurde das Aktions- und Diskussionspapier "Das Gute Leben für alle- Wie Berlin zur essbaren Stadt wird" vorgestellt. Es stellte die Frage, wie Berlin eine nachhaltige und sozial gerechte Lebensmittelversorgung gestalten kann – und welche Rolle dabei das urbane Gärtnern und die Stadtgestaltung spielen.
What does it mean to design a city like a sponge? This talk explored how architects and urban planners use elements like green roofs, permeable pavements, rain gardens, and climate-adapted planting to help cities absorb, store, and reuse rainwater. With inspiring real-world examples, it showed how nature-based design not only protects against floods and heat, but also brings more biodiversity and beauty into urban spaces.
Carolin Engwert hat 2015 einen Kleingarten gepachtet und beim Gärtnern anfangs viele Fehler gemacht, die sie sich in einem Gartentagebuch notiert hat. 2020 erschien ihr Kleingarten Ratgeber „Abenteuer Garten”. Seither sammelte sie neben ihren eigenen Erfahrungen auch klassische, überraschende und lustige Missgeschicke ihrer Leserinnen und Leser. Im Vortrag stellte sie ein „Best-of-Gartenfails” aus ihrer Sammlung vor und gab Tipps, wie Gartenneulinge Fehler vermeiden, aber vor allem, wie man aus Misserfolgen lernen kann.
What can we learn through the process of close observation required for drawing and painting? The history of ecology leads us back to the figure of the Naturalist, who was both scientist and artist. Recent methods for knowledge production, as a result of AI and big data, sever the link between a "result" and how it was arrived at. It was therefore critical to revisit methods for primary knowledge production, including art making.
Wie lässt sich mit Pflanzen ein nachhaltiges Business aufbauen? Dieser Vortrag zeigte, wie neue Technologien, digitale Plattformen und partizipative Ansätze die Begrünungswirtschaft transformieren. Von innovativen Gießlexika und Open-Source-Wissenstransfer über smarte Bewässerungslösungen bis hin zu neuen Geschäftsmodellen rund um Stadtbegrünung – es gab zahlreiche Möglichkeiten, mit Pflanzen Wertschöpfung zu generieren. Egal ob als Gründer*in, Unternehmer*in oder engagierte Privatperson: Hier gab es praxisnahe Einblicke, wie sich Begrünung als wirtschaftlich tragfähiges Modell etablieren lässt.
Während der Mittagspause waren alle eingeladen, die spannenden Stände zwischen den beiden Konferenzräumlichkeiten im Außenbereich anzuschauen und sich inspirieren zu lassen. Zudem lud der Holzmarkt mit seinem vielfältigen Angebot an kulinarischen Highlights zur Verköstigung ein. Aus Amsterdam bereicherte der Künstler Rombout Oomen die Konferenz mit einer Reihe gemalter Blumenstudien. Diese Serie kleiner Ölgemälde war Teil seines großen zeitgenössischen Werkzyklus „His Paradise Garden”, einer außergewöhnlichen Sammlung von Gemälden, die im Panorama „The Rule of Law” gipfelte. Dieses Panorama war im Museum MORE zu sehen und wurde während der Artist Meeting Artfair in Knokke, Belgien, vom 22. bis 24. August ausgestellt.
Wie werden ehemalige Industrieareale, leerstehende Gebäude und Brachflächen zu wirtschaftlich tragfähigen, kulturellen und ökologischen Leuchttum- und Vorzeigeprojekten? Dieses Panel versammelte führende Akteure, die urbane Räume neu gedacht und erfolgreich in kulturelle und wirtschaftlich erfolgreiche Orte verwandelt haben. Sie beleuchteten die Herausforderungen, Erfolgsfaktoren und wirtschaftlichen Strategien hinter diesen Projekten: Wie lassen sich kulturelle, soziale und ökologische Werte mit Wertschöpfung vereinen? Welche Rahmenbedingungen braucht es, um solche Orte zu entwickeln? Ein Panel für Visionär:innen, Investor:innen und Gestalter:innen, die urbane Zukunft nachhaltig und profitabel denken wollen.
Die Zukunft des nachhaltigen Bauens mit CannaBau-Technik auf der Urban Utopia Konferenz in Berlin! In der Präsentation tauchten die Referenten tief in die Welt des Industriehanfs ein – von seiner faszinierenden Geschichte und landwirtschaftlichen Entwicklung in der EU und Deutschland bis hin zu seiner revolutionären Rolle in der Bauindustrie. Es wurden die innovativen Möglichkeiten von Hanfkalk als Baustoff der Zukunft vorgestellt, von der Herstellung über seine einzigartigen Eigenschaften bis zu praktischen Anwendungen und aktuellen Herausforderungen. Sie zeigten internationale Best Practices und gaben Einblicke in die Vision und Ziele von CannaBau-Technik.
Led by Balconeria. This hands-on Houseplant Repotting Workshop was a green, friendly space to learn, share, and connect over a shared love of plants. 🪴 The workshop was led by Balconeria — an initiative bringing plant lovers together through urban gardening, DIY knowledge-sharing, and eco-friendly workshops on balconies and beyond. What happened: 🌿 Participants learned how to repot plants safely and stress-free 🌿 Got tips on choosing soil, pots, and caring for roots 🌿 Brought their own plants and got help repotting them on the spot! Free participation with registration. Open to everyone — beginners and plant nerds alike!
Der Vortrag „Autobahnen als Ressourcen für Parkanlagen: Das Beispiel der Hamburger Deckel” zeigte, wie innerstädtische Autobahnen für Stadtreparatur und -entwicklung genutzt werden können. Im Fokus stand das „Deckelmodell” in Hamburg-Schnelsen, wo ein 3,0 Hektar großer Park über dem A7-Tunnel entstand. Es wurde aufgezeigt, wie durch die Umnutzung von trennenden Autobahnen neue Lebensräume für Menschen und Natur geschaffen werden. Der Park dient heute als Erholungsraum für Kleingärtner, Anwohner und Kinder und hat den Stadtteil sozial und ökologisch aufgewertet. Die Umnutzung von Autobahndecken bietet vielfältige soziale, ökologische und ökonomische Vorteile, wie die Schaffung von Bauland und die Aufwertung angrenzender Flächen. Der Vortrag behandelte auch die praktischen Aspekte solcher Projekte, die damit verbundenen Herausforderungen und die Vorteile für die Stadtgesellschaft, insbesondere die Umnutzung von Kleingartenanlagen zur Schaffung von Bauland und der gleichzeitigen Aufwertung der Randgebiete.
We are what we eat! This we have heard many times, and in this one-hour workshop participants were taken through what healthy soil actually means for the Earth as well as our own mini version of that, which we carry around in our digestive systems… A healthy gut means increased energy, healing and a balanced mood… and if we support Earth health our species thrives in unison. A taste of healthy soil!
Hier wächst Wandel – Bildungsrevolution im Gemüsebeet
Kaffeepause
Dieses Panel widmete sich den Herausforderungen und Chancen, mit denen Unternehmer:innen in der Pflanzenbranche konfrontiert sind – von Greentech-Startups über Pflanzenläden bis hin zu skalierbaren Begrünungslösungen. Welche Finanzierungswege sind nachhaltig und sinnvoll? Wie gelingt die Expansion in einem spezialisierten Markt? Und welche Rolle spielt AI in der Zukunft der Begrünungsindustrie? Expert:innen aus verschiedenen Bereichen teilten ihre Erfahrungen zu unternehmerischen Strategien, Finanzierungsmöglichkeiten und innovativen Skalierungsmethoden für eine grüne, zukunftsfähige Wirtschaft.
In urbanen Räumen wächst eine überraschende Vielfalt an Heilpflanzen – oft unbeachtet, doch mit großem Nutzen für Mensch und Stadtökologie. Dieser Workshop verband die Ästhetik der Stadtnatur mit ihrem praktischen Wert und zeigte, welche Wildkräuter zwischen Beton und Natur gedeihen, welche Heilwirkungen sie haben und wie sie genutzt werden können. Nach einer Einführung in das Vorkommen urbaner Heilpflanzen wurden ein bis zwei typische Stadtkräuter in Form einer Pflanzenmonographie genauer vorgestellt und gemeinsam eine alkoholische Tinktur angesetzt, um ihre Wirkstoffe zu extrahieren.
The right soil mix is the foundation of healthy plant growth. This workshop focused on understanding and creating well-structured substrates tailored to different indoor plants. Through a hands-on approach, participants learned how to balance drainage, aeration, and moisture retention using natural, sustainable materials that support plant health without relying on heavily processed or resource-intensive components. The specific needs of a variety of plants were covered, from fast-growing climbers to statement foliage, and how to mix substrates that best support their growth habits. The session combined theory with practical application, ensuring participants gained both knowledge and experience in soil composition.
Durch den filterlosen Ansatz beim Bau von Wasserflächen (Teichen und Aquarien) entsteht ein gesundes, selbstregulierendes Biotop, das sich positiv auf das umliegende Ökosystem und die Biodiversität auswirkt. Pflanzen und andere Organismen übernehmen die Funktion einer technischen Filteranlage, die häufig hohe Kosten verursacht und häufig Chemikalien benötigt. Praxiserprobt wurden hier skalierbare Beispiele dargeboten, wie Wasserflächen im Einklang mit der Natur neu gedacht werden können.
Diese interdisziplinäre Session zeigte Algen als vielversprechendes Zukunftsmaterial zwischen Kunst, Philosophie und Wissenschaft. Wanda stellte das transformative Potenzial von Algen und ihre Rolle beim nötigen Mindset-Shift für eine nachhaltige Zukunft vor. Wandas ganztägige filmische Ausstellung mit visuellen Elementen unterstützte und inspirierte dabei. Omar von Alganize gab dazu praktische Einblicke in Algen als Rohstoff der Zukunft – mit ihrer wirtschaftlichen Bedeutung, ihren ökologischen Vorteilen und diversen Anwendungspotenzialen, die unseren Alltag nachhaltig verändern können.
Meetups und Learnings
A Special Magic Trick that connected everyone in the room
Eine Beschreibung des Holzmarktes und dessen Gestaltungsansatzes im Außenbereich in den Punkten Entschleunigung, Raumgefühl, Permakultur, Wasserretention, Bauerngarten (Naschgarten) sowie buntes und vielfältiges Leben.
Sammlung aller Learnings und Verabschiedung aller Speaker:innen. Ausklang auf der Dachterrasse