Stephanie Geihs
Nachhaltigkeitsdesignerin, Philosophin & Illustratorin · The Tree Temple
URBAN UTOPIA 2026
The Tree Temple: Spielerisch und gemeinschaftlich Räume mit Bäumen gestalten
15:50 – 16:35 · Raum 6: Glockenblume
Der „Tree Temple“ ist eine spielerische Initiative zur gemeinschaftlichen Kultivierung eines Baumtempel-Gartens, die einen co-kreativen Ansatz für die Botanische Architektur bietet. Ein solcher Baumtempel steht für einen langfristigen Wachstumsprozess durch die Technik des graduellen „Tree Shapings“, bei dem die gärtnerischen Aufgaben mit regelmäßigen kulturellen Praktiken verwoben werden. So entsteht ein lebendiger, kreativer Explorations- und Gestaltungsort, der Gemeinschaftsbildung mit Naturkontakt verbindet. Im Fokus steht dabei die Aufmerksamkeit für die involvierten Bäume als dynamische, symbiotische, intelligente (…) Lebewesen. Als Organisationstool fungiert das „Tree Temple“ Brettspiel. Es führt die Teilnehmenden in das Vorhaben ein und durch verschiedene Aushandlungs-, Planungs- und Lernprozesse hindurch. Dabei reflektieren die Spieler*innen u.a. ihre Beziehung zu Bäumen, wählen eigene Verantwortungsfelder, entwickeln gemeinsame Werte und Ideen für kulturelle Praktiken, erforschen die Umweltbedingungen des zu bepflanzenden Ortes und modellieren schließlich eine Baumtempelstruktur. In diesem Format lädt Entwicklerin Stephanie Geihs dazu ein, das Spiel selbst auszuprobieren, gemeinsame Vorstellungen zu entwickeln und neue Perspektiven auf das Zusammenleben mit Bäumen zu entdecken.
Was bedeutet die Verbindung zwischen Mensch und Pflanze für dich?
„Wenn ich an Verbindung und Pflanzen denke, faszinieren mich besonders die Wurzelnetzwerke von Bäumen, über die sie kommunizieren und Nährstoffe austauschen können. Auch Pilze sind Teil dieser Netzwerke. Diese Verbindungen weisen auf die Prinzipien der Kooperation und Gemeinschaft unter Pflanzen hin.“
Welche Pflanze inspiriert dich besonders?
„Meine Lieblingspflanze ist eine Eiche auf dem Tempelhofer Feld. Der Baum raschelt immer so freundlich mit seinem Laub, wenn ich ihn besuche, und man kann leicht in ihn hineinklettern.“